Und einem von diesen sonst so gottesfürchtigen Kasaken, die zu dieser Niederträchtigkeit ihre Zustimmung gaben und dazu bereitwillig ihre Dienste anboten, glückte es, die Kerasivna außerhalb des Dorfes an einer abseitsgelegenen einsamen Stelle zu treffen, wo er sie so lange mit dem Stocke schlug, bis diese anfing zu bitten:
„Ruft den Popen ... ich will beichten ... ich sterbe.“
Die Kerasivna wußte es, warum sie geschlagen wird.
Mit schwerer Mühe und unter großen Schmerzen schleppte sie sich in ihre Hütte; und schon war auch Vater Sava da, welcher, als ihm mitgeteilt worden, was der Kerasivna geschehen, sofort zu ihr eilte, sich um sie bemühte und alles tat, um ihre Schmerzen zu lindern.
Nach einiger Überlegung sagte die Kerasivna zu ihm:
„Nein, Sava. Dir kann ich nicht beichten ... Deine Beichte gilt nicht ... rufe zu mir einen anderen Popen ...“
Vater Sava schickte in seiner Gutmütigkeit sofort seinen Wagen nach Peregudi, zu seinem Feinde und Verleumder und ließ ihn bitten, zur Kerasivna zu kommen, ist aber während der ganzen Zeit höchst unruhig darüber gewesen, ob der Pereguder Pope seinem Rufe folgen werde oder nicht.
Diese Besorgnis erwies sich als unnötig.
Der Pope von Peregudi kam angefahren, ging zu der Sterbenden und blieb lange, lange mit ihr allein in der Stube; dann aus derselben tretend, verbarg er unter seinem Kirchengewande das für die Kranke bestimmte geweihte Brot und fing hell laut an zu lachen, so zu lachen, daß alle vor der Hütte stehenden Leute ihn verwundert ansahen und nicht begreifen konnten, was ihm denn so lächerlich vorkomme.
„Worüber lacht Ihr denn, Väterchen, so unbändig, daß uns Angst und Bange wird?“ frugen die Leute, worauf er ihnen antwortete: