„Das kann schon möglich sein; aber mir scheint, der heilige Sava besitzt wenig Einfluß im Himmel.“
Der alte Dukač aber meinte:
„Wenn auch der heilige Sava wenig Einfluß im Himmel besitzt, so ist er dafür schlau und was er nicht durch sein Ansehen und seine Macht durchsetzen kann, das erzielt er auf Umwegen, aber jedesmal zieht er seine Kasaken aus der Patsche. Wir werden ihn von hier aus unterstützen dadurch, daß wir in die Kirche Kerzen stellen, diese anzünden und Gebete lesen lassen; Gott wird aufmerksam darauf und wird sehen, daß es noch Leute gibt, welche den heiligen Sava ehren, er wird sich auf ihn erinnern und ihm wieder freundlich zugetan sein.“
Ich versprach dem Dukač alles, was er haben wollte!
Ich wickelte das Kind warm, barg dasselbe unter meinem Pelz, legte ihm jedoch noch beim Einwickeln ein Kreuzchen um den Hals, das es eigentlich erst bei der Taufe erhalten sollte.
Agap aber stellte ein Fäßchen Pflaumenbranntwein zu seinen Füßen, und so fuhren wir in Gottes Namen ab.
Wir waren noch keine Werst weit vom Dorfe gekommen, als mit einemmale ein solcher heftiger Sturm mit starkem Schneetreiben sich erhob, daß man kaum die Köpfe der Pferde noch weniger einen Weg sehen konnte. Ich sagte zu Agap:
Es ist unmöglich weiter zu fahren in diesem Wetter, kehre lieber um!
Doch Agap fürchtete seinen Onkel mehr wie das Feuer und wollte unter keinen Umständen umkehren.
Gott wird uns helfen in das nächste Dorf zu kommen — sagte er — mir ist es übrigens ganz gleichgültig, ob ich hier erfriere oder ob mich der Onkel totprügelt.