Und er hieb in die Pferde und trieb sie immer und immer an, denn was sich Agap ’mal in den Kopf setzte, dabei blieb er trotz allem Zureden.

Es wurde immer dunkler und dunkler, so daß überhaupt gar nichts mehr zu sehen war.

Und so fuhren wir und fuhren, wohin? das wußte weder Agap noch ich. Die Pferde, sich selbst überlassen, gingen bald nach rechts, bald nach links, hierher, dorthin — aber wir kamen immer nicht dorthin, wohin wir wollten.

Uns beiden ist kalt geworden, trotz der Pelze, die wir anhalten, ja wir fühlten uns halb erstarrt; und um nicht ganz zu erfrieren, tranken wir aus dem Fäßchen jenen Branntwein, der eigentlich für den Popen in Peregudi bestimmt war.

Ich sah nach dem Kinde und dachte, Gott behüte, daß es ersticke; doch dasselbe lag so warm unter dem Pelze, atmete so gleichmäßig und ruhig, so daß jeder Atemzug sichtbar wurde.

Ich wickelte das Kind noch fester und wärmer ein, ließ ihm jedoch soviel Öffnung, daß es frische Luft atmen konnte und war völlig glücklich darüber, daß das Kind so gesund und so ruhig schläft. Wir fuhren weiter, fuhren, fuhren, schließlich aber merkten wir doch, daß wir nur im Kreise gefahren sind; kein Licht, kein Baum, keine Hütte ist in der Finsternis sichtbar; die Pferde gehen wohin sie wollen.

An eine Rückkehr nach Hause, um dort das Wetter abzuwarten, war gar nicht mehr zu denken, denn es war nicht möglich sich darüber klar zu werden, wo wir eigentlich uns befinden, ob wir gegen Peregudi oder Paripsami fahren.

Ich riet dem Agap abzusteigen und die Pferde am Zaume führen, er aber gab mir zur Antwort, ob ich nicht toll geworden sei, ihm wäre sehr kalt und er steige unter keiner Bedingung aus.

Ich versprach ihm einen Rubel zu geben, wenn er aussteige, sowie wir nach Hause kommen, er aber gab zur Antwort:

„Was soll ich mit dem Rubel, wir krepieren sowie so alle hier auf dem Wege, mitten im Feld. — Wenn ihr mir aber noch etwas gutes erweisen wollet, so läßt mich noch einen ordentlichen Schluck aus dem Fäßchen machen.“