„Dorthin ... Gewalt ... ich weiß nicht, wohin ... wer an Gott glaubt ... Lassen sie mich ... Oh! ich armer unglücklicher Jude ... Was macht es ihnen für ein Vergnügen mich zu quälen ... mich zu ängstigen ... ich bin so genug bereits abgeplagt und abgehetzt ... um Gotteswillen, lassen sie mich ...“

„Wohin führt Dich der Teufel, zu wem willst Du denn hin? ... wohin willst Du?“

„Ai! ... lassen sie mich bloß ... ich gehe ... bei Gott! ich gehe ... doch weiß ich nicht, wohin ich gehe ... mir ist nötig zum Herrn Metropoliten selbst ...“

„Ach! Du dummer Jude, Du! sitzt denn ein solcher Herr hier!“ räsonierte der Soldat.

„Ach! ... wo ... wo ... ich weiß nicht, wo der Herr Metropolit sitzt, wo bei ihm anzuklopfen ... Mir ist er sehr nötig, mir ist er gewaltig nötig!“ schrie verzweiflungsvoll und dabei sich krümmend der Jude.

„Wenig ist dir ’was nötig; glaubst Du, Du krätziger Jude, daß sie Dich beim Mitropoliten vorlassen?“

Der Jude heulte noch mehr auf.

„Ach! ... mir ist der Metropolit nötig ... mich ... mich lassen sie nicht zum Metropoliten ... Verfallen, verloren ist mein Kind, mein armes, unglückliches Kind!“

Er ließ plötzlich einen so herzbrechend traurig-wehmütigen Klagelaut ertönen, daß alle plötzlich stumm zurückwichen. Der Soldat drückte ihm mit der Hand den Mund zu, aber der Jude befreite sein Gesicht von derselben und fing von neuem in der üblichen jüdischen Synagogenvibration zu flehen an:

„Oi Jeschu! Jeschu Hanozri! Sie wollen dich betrügen ... nehme nicht den Laidak, den Mischiginer, den Lumpen ... Oi, Jeschu, zu was ist Dir ein solcher Heide ...“