»Wo steckt denn Gabriele?« fragte sie einen der Vortänzer: »Hat sie etwa abgesagt?«

»Leider! leider!« dienert der Vielbeschäftigte, »noch in letzter Stunde ...«

»Undenkbar, aus welchem Grunde?« ...

Der Gefragte zuckte die Achseln.

»Nur mündliche Bestellung!... Durch plötzliche Krankheit verhindert! Möglicherweise hat das gnädige Fräulein gestern doch zu viel getanzt! Einige zwanzig Kotillonsträuße! Das ist eine Anforderung, welche kaum große Füße leisten können, geschweige eine solche Miniaturausgabe, wie die des Fräulein von Sprendlingen!«

Beinahe atemlos vor Interesse hat Thea zugehört.

Gabriele krank?

Günstiger konnte es sich für ihre Pläne ja kaum treffen!

Wenn man krank ist, nimmt man keine Besuche an, dann schreibt man mit Bleistift auf kleine Zettel, — das muß doch selbst dem Argwöhnischsten einleuchten!

Gräfin Sevarille sieht strahlend heiter aus, der Triumph, die Genugtuung blitzen aus ihren Augen.