»Alles, was du willst! Die Zwingherrin ist ihrem Herzliebsten gegenüber Sklavin!«
»Dank! Dank, du herrlichste der Frauen! Also reisen wir! — Hurra ... laß uns sogleich hinab und die Befehle zum Kofferpacken geben —!«
Sie hielt seine Hände fest. »Und der schöne Sonnenuntergang?« flüsterte sie bittend, mit einem langen, sehnsüchtigen Blick nach dem fernen Meer.
»Scheint die Sonne noch so schön — einmal muß sie untergehn!« rezitierte er scherzend. »Du weißt, daß ich für Naturschönheiten leider Gottes sehr wenig Verständnis habe, aber wenn es dir Freude macht ... selbstverständlich, Liebchen, bleiben wir noch bis zum Schluß der Vorstellung hier ... Du weißt ja, die dienstbaren Geister sind gewandt genug im Packen, um uns morgen früh noch den Schnellzug erreichen zu lassen!« —
»Das kann ich nicht garantieren ... also gehen wir! Jene graue Wolkenwand droht die Sonne doch zu verschlingen, ehe sie den Horizont erreicht ...«
»Wie nett von der Wolkenwand!« —
»Schäm' dich, du lieber Spötter!«
»Meine Sonne geht ja doch nicht unter, Liebste — dein Auge strahlt mir Tag und Nacht!«
Sie gingen Arm in Arm — hinter ihnen aber erlosch das leuchtende Tagesgestirn, — es ward Nacht.