Er hält sich beinahe den ganzen Tag am Strand auf und weilt nur so kurze Zeit wie möglich bei den Damen.
Gottlob hat sich die Gräfin schnell erholt, und es deucht Guntram Krafft, ihr sonst so strenges, resigniert dreinschauendes Antlitz habe das Lächeln gelernt, und in ihren Augen leuchte es jetzt oft so warm, wie nie zuvor.
Gabriele kehrt aus dem Garten zurück und schreitet über den Hof.
Da sieht sie den alten Anton im Sonnenschein stehen und eifrig an ganz seltsamen und lederartigen Kleidern hantieren.
Der Alte lächelte sie beinahe zärtlich an, denn die anmutige Schönheit der jungen Dame hat auch sein Herz im Sturm genommen, so wie alle in der Burg voll Entzücken den Zauber empfinden, welcher von ihrem Wesen ausgeht.
Fräulein von Sprendlingen nickt dem treuen Kammerdiener freundlich zu und tritt mit forschendem Blick näher.
»Ei, was haben Sie denn da für einen wunderlichen Anzug vor, Anton?« lacht sie. »Bei diesem schönen Wetter wollen Sie doch nicht Ihren Regenrock hervorholen?«
Anton dienert und freut sich der Gelegenheit, ein wenig plaudern zu können.
»Mein Regenrock? I bewahre, gnädiges Fräulein! Das ist ja das Ölzeug vom Herrn Grafen, welches ich mal wieder nachsehen und in den Rettungsschuppen hinabbringen soll!«