Sie lachte unter Tränen. »Nur das große Los? Ach, was bedeutet alles Geld und Gut der Welt gegen unser Glück?!«

Seine Hand zuckte unruhig auf ihrem schönen Haupt. »Sprich, Liebling ... foltere mich nicht!«

Da schmiegte sie sich fest, ganz fest in seinen Arm und flüsterte ihm ein paar Worte in das Ohr.

»Gundula!« — schrie er beinahe auf: »Gundula — ist das Wahrheit? — Uns sollte ein Erbe geboren werden — ich sollte noch ein Kind auf den Armen wiegen?«

Er sprang empor, er stürmte im Zimmer auf und nieder, und dann bedeckte er ihre Hände, ihr verklärtes Gesicht mit brennenden Küssen.

»Ja, das ist ein unerwartetes Glück, Gundula!« jubelte er, »nun ist ja dein heißester und sehnlichster Wunsch erfüllt!« —

»Und der deine nicht auch?«

Wie ein Erbleichen ging es über sein erhitztes Gesicht, er sah sie nicht an, sondern preßte die Wange gegen ihre Hand.

»Wie kannst du fragen, Liebste? Als ob es mir gleichgültig sei, ob die Hohen-Esps aussterben oder nicht! Neun Jahre lang hatte ich mich freilich an diesen Gedanken gewöhnt ... ich rechnete mit jeder Möglichkeit, nur nicht mehr mit der, einen Erben zu erhalten!«