Das war ein recht fataler Zwischenfall!

Was sollte er nun beginnen?

Seine Lage war von Jahr zu Jahr schlechter geworden, ach, Gundula ahnte es nicht, wie schlecht!

Er mußte absolut eine bedeutende Summe flüssig machen, um eine Spielschuld zu bezahlen!

Infam! er hatte während der letzten Zeit so viel Pech gehabt, und wenn er einmal gewann, so rannen die Dukaten wie Wassertropfen durch die Finger! Es ist seltsam, daß in Spielgewinnen so gar kein Segen steckt!

Es wäre auch richtiger gewesen, wenn er das gewonnene Geld angelegt hätte, anstatt es jedesmal zu verjubeln, ... aber du liebe Zeit! Für wen hätte er sparen sollen! Wie konnte er ahnen, daß noch einmal Kinder kommen würden!

Je nun, das muß jetzt alles anders werden. Er wird diese eine Spielschuld noch bezahlen und dann mit allem Ernst danach trachten, seine Verhältnisse wieder zu arrangieren! Er muß noch eine Hypothek auf Hohen-Esp aufnehmen!

Walsleben, Mönchhagen und Gottern sind bereits derart belastet, daß er mit diesen Gütern kaum noch rechnen kann, und das Kapital ist lange verbraucht, ebenso das Erbe seiner Frau!

Friedrich Karl stöhnt leise auf, schlägt die Hände vor das Antlitz und sinkt in einen Sessel nieder.

Wie Gundula sich auf das Kind freut! Ihr Antlitz ist wie verklärt — ihr ganzes Wesen atmet jauchzende Glückseligkeit!