Da erwacht er plötzlich wie aus tiefem Traum und starrt sie an.
Wie blaß sie ist! —
Erschrocken hält er inne: »Verzeihen Sie, Gabriele,« — murmelte er, — »ich war unbescheiden ... ich tanzte zu lange — —«
Sie lächelt und ringt nach Atem — und um sie her erhebt sich abermals ein tosender Jubel. »Dat wier äwerst 'n Danz! Dat wier jo gliek haf 'n Dutzend Dänz'!« — schallt es lachend im Kreise, und dann plötzlich jähe Stille.
Ein Schuß? —
Ertönte nicht draußen auf hoher See ein Schuß? — ein Notsignal? —
Alles lauscht einen Augenblick wie erstarrt, Guntram Krafft reißt das rosa Band, welches ihn an Gabrieles Arm fesselt, mit scharfem Ruck durch und stürmt nach der Tür, Jöschen, Krischan Klaaden und die andern Fischer folgen in jäher Hast.
Die lachenden geröteten Gesichter sind plötzlich blaß und ernst geworden, die Klänge der Harmonika sind verstummt.
Gabriele ist an die Seite der Gräfin geeilt und hat mit angstvollem Aufblick ihre Hand gefaßt.