»Wenn es nottut, jedesmal!«

Da ist es plötzlich, als wüchse die schlanke Mädchengestalt empor, als lausche sie atemlos diesen Worten wie einer Offenbarung.

»Wo ist er? Wo sind die Fischer?« stößt sie hervor.

»Wohl auf der Düne draußen, nach dem Schiff zu spähen!«

»Lassen Sie mich hin! Lassen Sie mich sehen, Gräfin! Ich bitte, ich beschwöre Sie!«

»Undenkbar, Kind ... Sie sind vom Tanz erhitzt, und Sie ahnen nicht, wie der Sturm draußen pfeift! Das Haus hier liegt ja noch hinter der Düne geschützt ... wenn Sie sich auf der Höhe hinauswagen, können Sie kaum atmen; Sie sind solch einen Wind nicht gewohnt, Gabriele!«

Eine fieberhafte Ungeduld leuchtet aus ihren Augen. »Gleichviel ... ich hülle mich warm ein ... ach, ich flehe Sie an, Gräfin, lassen Sie mich sehen, was da draußen vorgeht!«

Einen Augenblick noch zögert Gundula, dann sagt sie kurz entschlossen: »Gut; dort auf der Bank liegen die warmen Sachen, welche Anton für den Heimweg brachte. Nehmen Sie ein Tuch um den Kopf und einen Mantel um, ich werde mit Ihnen gehen.«

Gabriele begreift es nicht, wie diese Frau so ruhig und still bleiben kann, wo möglicherweise ihr einziges Kind sich im nächsten Augenblick auf Tod und Leben hinaus in den Sturm wagen wird! —