Die Stimmen der Männer hallten wirr und zumeist unverstanden zu ihr her, — mit gewaltigem Krach entlud sich das Rettungsgeschoß, — die Rakete zischte wie ein greller Feuerstreif empor, nahm die Richtung nach dem gestrandeten Schiff und verschwand im Dunkel der Nacht.
Voll banger Spannung harrte man auf das Signal, das die Leine getroffen habe.
Guntram Krafft stand hocherhobenen Hauptes, den adlerscharfen Blick seeein gerichtet, als könne und müsse sein Blick die gähnende Finsternis durchdringen.
Ein paar Augenblicke tiefer Stille, nur der Sturm heult über sie hinweg, und die See donnert und braust immer gewaltiger gegen den Strand.
Krischan Klaaden schüttelt den Kopf.
»Dat helpt nich ... dor sin' keene Mast's miehr, de Brandungen gahn all öwer dat Schipp weg!«
»Denn man tau! — wi möten klor maken!« Der Bär von Hohen-Esp wandte sich in hoher Erregung zu seinen Lotsen.
»Vorwärts, Kinder! — es ist keine Minute mehr zu verlieren, — wir müssen hinaus!«
Ein leiser, sturmverwehter Schreckensschrei. Mike wirft sich an den Hals ihres Mannes, umklammert ihn sekundenlang mit den Armen. »Nee! — nee!« schluchzt sie auf — »an dissen Dage nich!!« —
Guntram Krafft eilt bereits nach dem Rettungsboot, er wendet hastig das Haupt, ein Schein tiefer Wehmut geht über sein schönes Antlitz.