Herr des Himmels, welch ein Blick! welch ein Ausdruck in dem wunderholden Antlitz! Er zuckt zusammen, — er starrt sie an ...

So sah sie selbst damals Herrn von Heidler nicht an, als sie den kühnen Reiter um seiner Heldentaten willen bewunderte!

»Gabriele!« — murmelte er. — —

Ihre Lippen zittern, — sie drückt seine Hände fester, krampfhafter zwischen den ihren.

»Sie sind jetzt erschöpft, Graf — Sie können, Sie dürfen das Furchtbare nicht zum zweitenmal wagen!«

Wie ein Angstschrei klingt es zu ihm empor. Heiße Röte steigt in sein Antlitz, dieselbe, welche ehemals im Ballsaal seine Stirn färbte und ihr so weibisch und verächtlich deuchte, — jetzt sieht sein edles, kühnes Angesicht noch schöner darunter aus wie zuvor.

»Ich weiß nicht, was ich kann und tun darf, ich weiß nur, was ich muß!« klingt es wie ein Aufjauchzen von seinen Lippen, — sein strahlender Blick trifft noch einmal den ihren, dann gibt er ihre bebenden Hände jählings frei und springt in das Boot zurück.

»Chryste Kyrie —
Sei bei uns auf der See!«

Und abermals bäumt sich das Boot hoch auf und schießt hinaus in die grauenvolle, schäumende Wildnis der Wasser ... in die gähnende Finsternis hinein. —