IV.
Acht Tage waren vergangen.
Aus San Remo hatte ein Brief die glückliche Ankunft des Grafen gemeldet.
Gundula hatte die Zeilen verschiedentlich durchgelesen und jedesmal das Empfinden gehabt, daß dieselben sehr wirr und unklar waren.
So schrieb wohl ein Fieberkranker!
Besorgt gab sie Tante Agathe den Brief zu lesen. Diese saß lange und blickte schweigend auf das Schriftstück nieder.
Bedächtig nickte sie vor sich hin, und ihr gutes altes Gesicht trug einen wundersamen Ausdruck.
»Ich glaube nicht, daß er krank ist, — wenigstens nicht körperlich krank!«
»O, ein seelisches Leiden wäre noch schlimmer!«