»Gott sei es geklagt!«

»Was glaubst du, was ihm fehlt?« forschte die Gräfin beunruhigt.

»Geld!« antwortete die alte Dame lakonisch.

Gundula lachte leise, wie von jäher Angst erlöst.

»Nun, solch ein Manko ließe sich am ersten verschmerzen!«

»Du glaubst?«

Die junge Mutter blickte heiter in das bekümmerte Gesicht der Sprecherin, beinahe übermütig dehnte sie die blühenden Arme.

»Ja, Tantchen! Du weißt, daß ich das kostspielige Leben in der großen Welt nie geliebt habe! Wenn Friedrich Karl die Mittel fehlen, seine Unkosten zu bestreiten, ist er gezwungen, mit uns in dieser wonnigen Einsamkeit zu bleiben! Wir werden endlich für uns leben und glücklich sein!«

»Ahnst du, daß die Verhältnisse deines Mannes sehr derangiert sind?«