»Tot! — er ist tot!« —

Eine sekundenlange, furchtbare Stille.

Agathe ist mit fahlem Antlitz näher geeilt und schlingt die Arme um die junge Witwe.

»Tot!« murmelte sie. »Allbarmherziger Gott, wie das?!«

Werner hatte einen der großen, eichengeschnitzten Sessel näher geschoben.

Die Bärenköpfe, welche seine Knaufe bilden, verschwimmen vor Gundulas Blick.

Sie sinkt schwer auf das Lederpolster nieder und starrt auf die Depesche.

Ihre Augen sind weit offen, stier und tränenlos. »Es steht wohl alles in dem Brief an die unglückliche Frau Gräfin!« murmelte Werner auf den fragenden Blick Agathes, und er legte die Hand über die Augen und wendet sich ab, als könne er den Anblick des schmerzversteinerten Antlitzes nicht ertragen. Da hebt Gundula das Haupt, ein jäher Blick flammt aus ihren Augen.

»Der Graf hat sich erschossen? in Monte Carlo erschossen?« fragt sie langsam, und ihre Stimme klingt fremd und heiser.