Das geschah, und man harrte voll großer Spannung der Antwort.
Diese ließ nicht lange auf sich warten.
Gundula stand just in der Wäschekammer und beaufsichtigte selber das Strecken und Legen der Linnen, als ihr das Schreiben des diensttuenden Kammerherrn, welches das huldvolle Anerbieten Seiner Hoheit übermittelte, gebracht wurde.
Befremdet sah die Gräfin darauf nieder.
»Herzogliche Angelegenheit!?«
Der finster abweisende Zug in ihrem Antlitz verschärfte sich.
Sie öffnete den Brief und las.
Schwere Atemzüge hoben ihre Brust, in ihrem Auge lag plötzlich ein Ausdruck wie bei der in das Damastmuster der Tafeltücher gewirkten Bärin, welche sich mit brüllendem Nacken aufrichtet, ihre Jungen gegen einen Feind zu schützen.
»Mein Sohn auf die Ritterakademie, auf dieselbe vielleicht, wo einst sein Vater seine erste Weltweisheit eingesogen?«