»Es gibt deren!«

»Etwa Herr von Heidler?«

»Wenn einer — dann er!«

»Welche Illusionen!!« Frau von Sprendlingen lachte etwas nervös: »Ich hörte bisher nur, daß er recht flott und leichtsinnig sei!«

»Und daß er der beste, kühnste und unerschrockenste Reiter, der tüchtigste Offizier im ganzen Regiment ist, hörtest du noch nicht, Mama?«

»Das wohl auch, aber um mir zu imponieren, ist es noch nicht genug!«

»Also bist du es, die so hohe Anforderungen an das moderne Heldentum stellt!« Gabriele hielt den Fächer ein wenig tiefer, und ihr Blick flog zu der ersten Reihe des Parketts hinab, in welcher die jungen Offiziere der Garnison mit Vorliebe ihre Plätze wählten.

»Mir genügt es vollkommen, wenn ein junger Mann seinen guten Willen beweist, sein Bestes für Fürst und Vaterland zu geben. Ich bin eine begeisterte Patriotin, ich taxiere den Mann nur nach dem, was er für Reich und Volk leistet, — das bestimmt seinen Wert!«

»Aber was leistet Heidler?« zuckte Frau von Sprendlingen ein wenig ironisch die Achseln.