Die andre Dame war schon im Begriff zur Sache zu kommen und ihre Neuigkeit auszukramen, aber ein Ausruf, den die in jeder Beziehung angenehme Dame in diesem Augenblick tat, gab dem Gespräch eine ganz neue Wendung.

„Was für ein hübscher heller Kattunstoff!“ rief die in jeder Beziehung angenehme Dame, während sie das Kleid der bloß angenehmen Dame aufmerksam musterte.

„Ja ein sehr heller lebhafter Stoff! Praskowja Fjodorowna findet aber, daß es hübscher aussehen würde, wenn die Karos noch etwas kleiner und die Pünktchen nicht braun, sondern blau wären. Ich habe meiner Schwester einen Stoff geschickt; der ist so entzückend! ich kann’s gar nicht sagen! Denken Sie nur: ganz schmale schmale Streifchen, auf blauem Grunde, so schmal wie man sich’s überhaupt nur vorstellen kann und zwischen zwei Streifen immer Äuglein und Pfötchen, Äuglein und Pfötchen .... Mit einem Wort, ganz herrlich! Man kann getrost behaupten, etwas Schöneres hat es noch nie auf der Welt gegeben.“

„Wissen Sie, Liebste, das wirkt zu bunt.“

„Oh nein! Gar nicht bunt!“

„Oh doch! Viel zu bunt!“

Hier muß ich einschalten, daß die in jeder Beziehung angenehme Dame in gewissem Sinne Materialistin war, eine starke Neigung zur Negation und zum Zweifel hatte und sehr vieles an diesem Leben verneinte.

Jetzt aber erklärte die bloß angenehme Dame, daß es durchaus nicht zu bunt sei, und rief: „Ach ja, ich gratuliere, man trägt keine Faltenbesätze mehr!“

„Wieso trägt man keine mehr?“

„Statt dessen werden jetzt nur noch Festons getragen!“