„Bitte zeigen Sie mir doch den Schein,“ sagte der Präsident und hielt ihn ans Licht, um sich zu überzeugen, ob er nicht falsch sei. Aber es war ein ganz gewöhnlicher ordentlicher Schein.
„Aber so erzählen Sie doch bloß, wie der Kauf zustande kam, und was er Ihnen eigentlich abgekauft hat. Es will mir nicht in den Kopf ... ich kann absolut nichts verstehen ...“
„Gewiß hat er mir welche abgekauft,“ sagte Karobotschka, „aber warum wollen Sie mir bloß nicht sagen, was die tote Seele kostet, damit ich doch ihren richtigen Preis kennen lerne.“
„Ich bitte Sie, was reden Sie da! Wo hat man denn je davon gehört, daß tote Seelen verkauft werden?“
„Warum wollen Sie mir den Preis durchaus nicht sagen?“
„Ach was Preis! Ich bitte Sie, von was für einem Preise kann denn hier die Rede sein? Sagen Sie mir doch ernstlich, wie die Sache war. Hat er Ihnen mit etwas gedroht? Wollte er Sie etwa verführen?“
„Nein, Väterchen, was Sie für Dinge reden! ... Jetzt sehe ich, daß Sie auch ein Käufer sind.“ — Und sie sah ihm argwöhnisch in die Augen.
„Ach was! ich bin doch Gerichtspräsident, Mütterchen!“
„Nein, Väterchen, sagen Sie, was Sie wollen, Sie wollen mich wohl auch .... Sie haben auch die Absicht ... mich zu betrügen. Aber was haben Sie bloß davon? Sie haben doch nur selbst den Schaden davon. Ich hätte Ihnen gern Daunen verkauft: ich werde zu Weihnachten schöne Daunen haben.“
„Mütterchen! Ich sage Ihnen doch, daß ich der Gerichtspräsident bin. Was mache ich mit ihren Daunen, sagen Sie doch selbst! Ich will Ihnen doch gar nichts abkaufen.“