„Eine vortreffliche Stadt, eine herrliche Stadt!“ versetzte Tschitschikow, „ich habe dort wunderschöne Stunden verlebt; die Gesellschaft ist äußerst liebenswürdig und zuvorkommend!“
„Und wie hat Ihnen unser Gouverneur gefallen?“ fragte Frau Manilow weiter.
„Nicht wahr? ein äußerst ehrenwerter und liebenswürdiger Mann?“ fügte Manilow hinzu.
„Sehr richtig,“ sagte Tschitschikow, „ein höchst ehrenwerter Mann! Und wie vortrefflich er seine Stellung ausfüllt, welches Verständnis er für sie hat! Es wäre zu wünschen, wir hätten mehr solche Menschen!“
„Wie er es versteht, einen jeden zu behandeln, und in all seinen Handlungen den richtigen Takt zu wahren,“ fuhr Manilow lächelnd fort, und dabei kniff er vor Vergnügen die Augen zusammen wie ein Kater, den man sanft hinter den Ohren krabbelt.
„Ein ungemein liebenswürdiger und höflicher Mann!“ sagte Tschitschikow, „und welch ein Künstler! Ich hätte mir gar nicht vorstellen können, daß er so reizende Stickereien und Handarbeiten machen kann. Er hat mir eine Börse gezeigt, die er selbst verfertigt hat; man findet selten Damen, die so schön sticken.“
„Und der Vizegouverneur? Ein reizender Mensch! nicht wahr?“ bemerkte Manilow und kniff die Augen wieder zusammen.
„Eine äußerst würdige und hochachtbare Persönlichkeit!“ versetzte Tschitschikow.
„Erlauben Sie mir noch eine Frage: Wie hat Ihnen der Polizeimeister gefallen? Auch ein sehr liebenswürdiger Herr? Nicht wahr?“
„Oh, ein äußerst liebenswürdiger Herr! Und wie klug und belesen er ist! Ich habe zusammen mit dem Staatsanwalt und dem Gerichtspräsidenten bis zum frühen Morgen Whist bei ihm gespielt. Ein ganz ungemein würdiger Herr!“