„Der ältere ist sieben Jahre, der jüngere ist gestern sechs Jahre alt geworden,“ erklärte Frau Manilow.
„Themistokljus!“ sagte Manilow und wandte sich an den älteren, der sein Kinn unter der Serviette hervorzuziehen suchte, die ihm der Diener vorgebunden hatte. Tschitschikow zog die Augenbrauen leicht in die Höhe, als er diesen halbgriechischen Namen hörte, dem Manilow aus einem unbekannten Grunde die Endung jus gegeben hatte; aber er beeilte sich, seinem Gesicht sofort wieder den gewohnten Ausdruck zu verleihen.
„Themistokljus, sage mir doch, welches ist die schönste Stadt in Frankreich?“
Jetzt richtete der Lehrer seine ganze Aufmerksamkeit auf Themistokljus, als wolle er ihm in die Augen springen, aber schließlich beruhigte er sich wieder und nickte nur mit dem Kopf, als Themistokljus antwortete: „Paris.“
„Und welches ist bei uns die schönste Stadt?“ fragte Manilow wieder.
Wieder heftete der Lehrer den Blick auf den Knaben.
„Petersburg!“ antwortete Themistokljus.
„Und weiter?“
„Moskau,“ sagte Themistokljus.
„Ein kluger Knabe! Brav, mein Junge!“ sagte Tschitschikow. „Sagen sie bloß ...,“ fuhr er fort, indem er sich mit dem Ausdruck höchsten Erstaunens an Manilow wandte. „So jung und schon ein solches Wissen. Ich muß Ihnen gestehen, dieses Kind hat außerordentliche Fähigkeiten!“