„Gestatten Sie, daß ich Ihnen eine Pfeife anbiete!“
„Nein danke, ich rauche nicht!“ sagte Tschitschikow freundlich und wie bedauernd.
„Warum nicht?“ fragte Manilow ebenfalls freundlich und mit dem Tone des Bedauerns.
„Ich bin es nicht gewöhnt und fürchte mich, es mir anzugewöhnen; man sagt, das Rauchen sei schlecht für die Gesundheit!“
„Erlauben Sie mir, zu bemerken, daß dies ein Vorurteil ist. Ich bin sogar der Ansicht, daß das Pfeifenrauchen weit gesünder ist als das Tabakschnupfen. Wir hatten einen Leutnant in unserem Regiment, einen herrlichen, außerordentlich gebildeten Menschen, der legte die Pfeife nie aus dem Munde, und nicht nur bei Tisch, sondern mit Respekt zu sagen, auch nicht an anderen Orten. Und heute ist er bereits vierzig Jahre alt und Gott sei dank so gesund, wie nur möglich.“
Tschitschikow wandte ein, daß dies in der Tat vorkomme; überhaupt gäbe es viele Dinge in der Natur, die auch ein großer Geist nicht begreifen könne.
„Aber erlauben Sie mir, Ihnen zuvor eine Bitte vorzutragen ...“ fuhr er mit einer Stimme fort, in der ein seltsamer, oder doch beinahe seltsamer Ausdruck lag, und dabei sah er sich aus irgend einem Grunde um. Auch Manilow sah sich um, ohne daß man hätte sagen können weshalb. „Wie lange ist es her, daß Sie die Revisionsliste zum letztenmal einreichten?“
„Ja, das ist schon sehr lange her, oder um die Wahrheit zu sagen, ich erinnere mich nicht mehr.“
„Sind Ihnen seitdem viele Bauern gestorben?“
„Das weiß ich leider nicht; darnach muß man den Verwalter fragen. Hollah! Bursch! Ruf doch den Verwalter, er muß heute hier sein.“