„Sind es reiche Leute oder nicht?“

„Nein, Väterchen, allzu reiche gibt’s hier nicht. Der eine hat zwanzig, der andere hat dreißig Seelen; solche mit hundert gibt’s hier zu Lande nicht.“

Jetzt erst merkte Tschitschikow in was für eine abgelegene Gegend er sich verirrt hatte.

„Können Sie mir zum mindesten sagen, wie weit es von hier bis zur Stadt ist?“

„Es werden wohl gegen 60 Werst sein. Es tut mir wirklich leid, daß ich Ihnen gar nichts vorsetzen kann! Haben Sie nicht Lust zu einem Glas Tee, Väterchen?“

„Danke schön, Mütterchen. Ich brauche nichts als ein Bett.“

„Ja, wahrhaftig, nach einem so weiten Weg will man sich ordentlich ausruhen. Sie können sich hier auf diesem Sofa ausstrecken, Väterchen. He! Fetinja, bring doch eine Decke, ein Kissen und ein Handtuch. Gott, was für ein Wetter! Wie das stürmt! Die ganze Nacht hindurch brennt bei mir die Kerze vor dem Heiligenbild. Ach, Herr Gott, dein Rücken und die eine Seite sind ja voller Dreck, wie bei einem Eber. Wo hast du dich denn so schmutzig gemacht?“

„Gott sei dank, daß ich bloß schmutzig bin; ich kann froh sein, daß ich mir nicht das ganze Rückgrat zerbrochen habe!“

„Heiliger Jesus, was sprichst du? Willst du nicht etwas, um dir den Rücken einzureiben?“

„Nein, danke bestens! Bitte beunruhigen Sie sich nicht! Bitte sagen Sie nur Ihrem Mädchen, sie möchte mir meine Kleider ein wenig trocknen und rein machen!“