„Nein! Nichts! Ich sag dir Freund! Wir haben gebummelt! Übrigens kannst du mir einen Schnaps geben! Was habt ihr für welchen?“
„Anis“, antwortete die Alte.
„Nun meinetwegen, einen Anis,“ rief Nosdrjow.
„Dann gib mir gleich auch ein Gläschen!“ sagte der Blonde.
„Im Theater war eine Sängerin, die sang ganz wie ’ne Nachtigall, so’ne Kanaille! Kufschinnikow, der neben mir saß, sagte zu mir: ‚Weißt du Freund das wär so was! Da möcht ich mal Erdbeeren pflücken!‘ Ich glaube die Zahl der Meßbuden war allein größer als fünfzig. Thenardi drehte sich vier Stunden lang herum, wie eine Windmühle.“ Hierbei nahm er das Gläschen aus der Hand der Alten, die sich tief vor ihm verneigte. „Her mit ihm!“ rief er plötzlich aus, als er Porphyr erblickte, der mit einem jungen Hund ins Zimmer trat. Porphyr war ebenso gekleidet wie sein Herr, auch er trug eine wattierte bucharische Joppe, die nur ein wenig fettiger war.
„Gib ihn her, leg ihn hierher, auf den Fußboden!“
Porphyr legte das Hündchen auf den Fußboden, welches seine vier Pfoten weit ausstreckte und die Diele zu beschnüffeln begann.
„Das ist ein Hund!“ sagte Nosdrjow, indem er das Tier am Wickel nahm und mit einer Hand in die Höhe hob. Das Hündchen stieß einen recht kläglichen Ton aus.
„Du hast wieder nicht getan, was ich dir befohlen habe,“ sagte Nosdrjow zu Porphyr gewendet, während er den Bauch des Hündchens aufmerksam betrachtete. „Es ist dir garnicht eingefallen, ihn zu kämmen.“
„Nein, ich habe ihn gekämmt.“