Übrigens weißt du, wenn du die Hunde nicht haben willst, dann kauf mir die Drehorgel ab. Ein feines Stück, sage ich dir. Sie hat mich selbst, so wahr ich ein ehrlicher Mann bin, anderthalb Tausend gekostet. Dir will ich sie für neunhundert lassen.“

„Was soll ich mit der Drehorgel anfangen? Ich bin doch kein Deutscher, daß ich mit ihr von Haus zu Haus wandern und um Geld betteln könnte!“

„Aber das ist doch kein Leierkasten, wie ihn die Deutschen haben. Das ist eine Orgel, sieh sie dir mal genau an. Lauter echtes Mahagoni! Komm, ich will sie dir noch mal zeigen!“ Und Nosdrjow ergriff Tschitschikows Hand und zog ihn nach sich in das Nebenzimmer, er mochte sich sträuben, die Füße gegen den Fußboden stemmen und versichern, soviel er wollte, er kenne die Drehorgel zur Genüge, es nützte ihm alles nichts, er mußte noch einmal hören, wie Malborough in die Schlacht zog.

„Wenn du mir kein Geld geben willst, dann machen wir es folgendermaßen, weißt du. Ich gebe dir die Drehorgel und dazu alle toten Seelen, die ich habe und du überläßt mir dafür deine Kutsche und zahlst nur noch dreihundert Rubel drauf.“

„Noch mehr? Und wie soll ich fortkommen?“

„Ich gebe dir einen andern Wagen. Komm herunter in den Stall, ich will ihn dir gleich zeigen! Du mußt ihn nur neu anstreichen lassen. Dann ist es eine herrliche Kutsche!“

„Ist der von einem unruhigen Geiste besessen,“ dachte Tschitschikow und faßte den heroischen Entschluß, Nosdrjow mit seinen Kutschen, Drehorgeln und allen möglichen und unmöglichen Hunden, trotz der geradezu unerhörten, faßreifenähnlichen Rippen und klumppatschigen Pfoten ein für alle Mal loszuwerden.

„Aber du kriegst doch alles zusammen: die Kutsche, die Drehorgel und die toten Seelen.“

„Ich will aber nichts,“ sagte Tschitschikow noch einmal.

„Warum willst du bloß nicht?“