Zu beiden Seiten der Straße standen finstere elende Hütten mit winzigen Fenstern, die mit alten Lappen zugestopft waren.

„Ja, kommen Sie, Sie sollen selbst sehen, wie unordentlich und liederlich ich bin,“ sagte Chlobujew. „Es war natürlich sehr vernünftig von Ihnen, daß Sie schon gegessen haben. Sie werden mir’s nicht glauben, Konstantin Fjodorowitsch, ich habe nicht einmal ein Huhn mehr im Hause, soweit ist’s mit mir gekommen!“

Er seufzte, und da er wohl ahnte, daß er bei Konstantin Fjodorowitsch nur wenig Teilnahme finden werde, nahm er Platonow unter den Arm und ging mit ihm voraus, indem er seine Hand kräftig an sich drückte, Kostanshoglo und Tschitschikow blieben ein wenig zurück und folgten ihnen Arm in Arm in einiger Entfernung.

„Man hat’s nicht leicht, Platon Michailowitsch, wahrhaftig!“ sagte Chlobujew zu Platonow. „Sie können sich’s garnicht vorstellen, wie schwer man es hat! Kein Geld, kein Korn, keine Stiefel — für Sie sind das freilich alles bloß Worte einer fremden Sprache. Das wäre natürlich nicht so schlimm, wenn man noch jung und unverheiratet wäre. Aber wenn all diese Sorgen und dies Ungemach einen im Alter überfallen und man hat noch dazu ein Weib und fünf Kinder — dann verliert man den Mut, ob man will oder nicht ...“

„Und wenn Sie das Gut verkaufen — glauben Sie, daß Ihnen damit geholfen wäre?“ fragte Platonow.

„Ach was! Geholfen!“ versetzte Chlobujew mit einer hoffnungslosen Gebärde. „Es wird doch alles bei der Bezahlung der Schulden draufgehen, ich selbst werde keine tausend Rubel übrig behalten!“

„Und was wollen Sie dann anfangen?“

„Das weiß Gott allein.“

„Warum tun Sie denn gar nichts, um aus diesen Verhältnissen herauszukommen?“

„Was soll ich denn machen?“