„Allerdings habe ich genug Flicken,“ versetzte Petrowitsch, „aber wie soll ich sie denn darauf nähen? Das Tuch ist abgescheuert und hält nirgends mehr stand.“

„Ach was! so werden Sie einfach einen größeren Flicken nehmen!“

„Wo soll man denn da einen Flicken aufsetzen, der wird ja doch nicht halten, der Flicken wäre auch zu groß; das kann man doch kaum noch Tuch nennen, ein Windstoß genügt ja, um es völlig zu zerfetzen!“

„Näh ihn ... schon auf ... Ich bitte dich ... Das geht doch nicht.“

„Nein!“ erwiderte Petrowitsch bestimmten Tones, „da ist gar nichts mehr zu machen! Dieser Stoff hat ausgedient. Es wäre besser, daraus für den Winter Fußlappen zu machen; das wärmt die Füße weit mehr als Strümpfe. Ja, ja, das ist auch so eine deutsche Erfindung, um den Leuten Geld abzunehmen.“

Petrowitsch ließ keine Gelegenheit vorübergehen, ohne den Deutschen eins auszuwischen.

„Sie müssen sich einen neuen Mantel machen lassen,“ fügte er hinzu.

„Einen neuen Mantel?“

Akaki Akakiewitsch ward es schwarz vor den Augen. Das Atelier des Schneiders fing an ihn zu umkreisen und der einzige Gegenstand, den er deutlich zu erkennen vermochte, war das mit Papier überklebte Porträt des Generals auf Petrowitschs Tabaksdose.

„Einen neuen Mantel?“ murmelte er wie traumverloren. „Aber ich habe doch kein Geld dazu.“