„Käsekuchen mit Rahm, liebe Tante; Sauce mit gefüllten Tauben ....“
„Und gab es auch einen Truthahn mit Pflaumen?“ fragte die Tante, denn sie selbst verstand es meisterhaft, dieses Gericht zuzubereiten.
„Es gab auch Truthahn! .... Die Schwestern von Grigori Grigorjewitsch sind sehr hübsche junge Mädchen, besonders die Blonde!“
„Ah!“ rief die Tante und sah Iwan Fjodorowitsch scharf an, er errötete und ließ die Augen sinken. Ein neuer Gedanke blitzte in ihr auf. „So?“ fragte sie voll Neugierde, „und was für Augenbrauen hat sie?“ Hier ist es nicht überflüssig zu bemerken, daß für die Tante das Schönste an der Frau die Augenbrauen waren.
„Das Fräulein hat genau solche Augenbrauen, liebe Tante, wie Sie sie nach Ihren Erzählungen in Ihrer Jugend gehabt haben müssen, und ihr ganzes Gesicht ist voller Sommersprossen.“
„Ah!“ rief die Tante, äußerst befriedigt über Iwan Fjodorowitschs Bemerkung, der allerdings nie daran gedacht hatte, der Tante ein Kompliment machen zu wollen. „Und was für ein Kleid hatte sie an? Man findet zwar heutzutage keine solchen haltbaren Stoffe mehr wie zum Beispiel den, aus dem dieser Morgenrock gemacht ist. Aber es handelt sich jetzt nicht darum. Und hast du dich gut mit ihr unterhalten?“
„Das heißt, wie meinen Sie .... liebe Tante? Sie glauben vielleicht schon ....“
„Was denn? Was ist denn Wunderbares dabei? Das ist nun mal Gottes Wille! Vielleicht ist’s euch beiden noch beschieden, einmal ein Paar zu werden.“
„Ich verstehe nicht, liebe Tante, wie Sie nur so reden können. Das beweist doch nur, daß Sie mich absolut nicht kennen ....“
„So, nun fühlt er sich richtig beleidigt!“ sagte die Tante. „Der Junge ist noch nicht alt genug!“ dachte sie bei sich. „Er weiß noch von nichts! Ich werde die beiden mal zusammenbringen, sie sollen einander näher kennen lernen!“