Bei diesen Worten verschwanden die Augen des Branntweinbrenners, und an ihrer Stelle zogen sich lange Strahlen bis zu den Ohren hin. Der ganze Körper schüttelte sich vor Lachen, und seine lustigen Lippen trennten sich für einen Augenblick von der paffenden Pfeife.

„Das gebe Gott!“ sprach der Amtmann und drückte auf seinem Gesicht so etwas wie ein Lächeln aus. „Jetzt gibt’s Gottlob, wenig Schnapsbrennereien. Aber in alten Zeiten, als ich die Zarin auf der Landstraße von Perejaslawl geleitete, und der verstorbene Besborodko ...“

„An was für Zeiten du auch denkst, Gevatter! Damals konnte man auf dem ganzen Wege von Krementschug nach Romny noch nicht eine Schnapsbrennerei finden. Jetzt dagegen .. hast du gehört, was sich diese verdammten Deutschen ausgedacht haben? Bald wird man, wie es heißt, den Schnaps nicht mehr mit Holz brennen, wie das alle ehrlichen Christen tun, sondern mit irgend einem verteufelten Dampfe!“ ... Bei diesen Worten blickte der Brandmeister nachdenklich auf seine Ellbogen, die er auf den Tisch stützte. „Wie das mit Dampf gemacht werden soll, das weiß ich bei Gott nicht!“

„Was für Narren doch diese Deutschen sind! Lieber Gott erbarme dich!“ sagte der Amtmann. „Die sollten den Knüppel zu kosten kriegen, diese Hundesöhne! Wo hat man je gehört, daß man mit Dampf kocht? Auf diese Art könnte man ja keinen Löffel Borschtschsuppe in den Mund nehmen, ohne sich die Lippen zu verbrühen und auch kein junges Ferkel ....“

„Gevatter,“ rief da die Schwägerin, die mit übereinandergeschlagenen Beinen auf der Ofenbank saß: „Wirst du denn die ganze Zeit über ohne deine Frau bei uns leben?“

„Wozu brauche ich die? Wenn’s noch was Rechtes wär’!“

„Ist sie nicht nett?“ fragte der Amtmann, sein Auge auf ihn richtend.

„Gott bewahre, nett! Die ist so alt wie der Teufel! Und hat die Fratze voller Runzeln wie ein leerer Beutel!“ Und die gedrungene Gestalt des Branntweinbrenners fing wieder an zu wackeln, so laut lachte er.

In diesem Augenblick scharrte jemand an der Tür; die Tür ging auf — ein Bauer trat über die Schwelle, ohne die Mütze abzunehmen, und pflanzte sich mitten in der Stube auf, wie nachdenklich, mit aufgesperrtem Munde die Decke musternd. Es war der uns schon bekannte Kalenik.

„So, nun bin ich zu Hause!“ rief er aus und setzte sich auf eine Bank neben der Tür, ohne im geringsten auf die Anwesenden zu achten. „Wie lang mir der Sohn des Bösen den Weg gemacht hat! Man geht und geht, und es nimmt kein Ende! Die Beine sind einem wie zerschlagen. Weib, gib mir doch den Schafspelz als Unterlage. Weiß Gott, ich kriech’ nicht zu dir auf den Ofen, dazu tun mir die Beine zu weh! Gib ihn mir her. Dort liegt er neben dem Heiligenbilde, aber sieh zu, wirf den Topf mit dem geriebenen Tabak nicht um. Oder nein, laß ihn lieber! Du bist heute vielleicht betrunken .... ich hol ihn mir schon lieber selbst.“