„Des Kommissärs? Wunderlich! Das ist noch unbegreiflicher!“ dachte Lewko bei sich.
„Lies, lies!“ sagte der Amtmann, „was schreibt denn der Kommissär da?“
„Hören wir, was der Kommissär schreibt,“ sprach der Branntweinbrenner, mit der Pfeife in den Zähnen, und schlug Feuer.
Der Schreiber hüstelte und begann zu lesen:
„Verfügung: An den Amtmann Jewtuch Makohonenko. Wir haben vernommen, daß du alter Tropf statt die alten Steuerschulden einzutreiben und die Ordnung in dem Dorfe aufrecht zu erhalten, närrisch geworden bist und Unzucht treibst ....“
„Bei Gott!“ unterbrach der Amtmann die Verlesung, „ich kann nichts hören!“
Der Schreiber begann von neuem.
„Verfügung: An den Amtmann Jewtuch Makohonenko. Wir vernehmen, daß du alter Tro....“
„Halt, halt, es ist nicht nötig,“ schrie der Amtmann, „ich habe zwar nichts gehört, aber ich weiß, daß die Hauptsache noch kommt. Lies schnell weiter!“
„Infolgedessen tu ich dir den Befehl kund und zu wissen, deinen Sohn Lewko Makohonenko alsogleich mit der Kosakentochter aus Eurem Dorf, Hanna Petrytschenkowa, zu verehelichen, insgleichen auf der Landstraße die Brücke instand zu setzen und ferner die Gutspferde nicht den Herren vom Gericht zu geben, selbst dann nicht einmal, wenn sie von einer Kronsitzung kommen. So ich bei meiner Ankunft obige Verfügung nicht erfüllt finden sollte, wirst du allein zur Verantwortung gezogen. Kommissär und Leutnant außer Diensten Kosjma Dergatsch-Drischpanowski.“