„Nun?“
„Nun? Was ‚nun‘? Der Präsident — möge er sich doch nach der Rahmspeise die Lippen nicht mehr wischen können! — Der Präsident hat einen ganz verdammten Ort für den Jahrmarkt ausgesucht, auf dem wird man kein Körnchen los, und wenn man platzt! Siehst du dort am Berge die verfallene Scheune?“ (Hier rückte der neugierige Vater unserer Schönen noch näher und wurde ganz Ohr.) „In dieser Scheune treibt der Teufel sein Spiel, und an diesem Ort verläuft kein Jahrmarkt ohne Unglück. Gestern geht da spät abends der Gemeindeschreiber vorbei und plötzlich sieht er — aus der Luke ein Schweinemaul herausgucken: das grunzte so, daß es ihn ganz kalt überlief. Bald wird uns noch der rote Kittel heimsuchen.“
„Was für ein roter Kittel?“
Hier sträubten sich unserem aufmerksamen Zuhörer die Haare. Voller Angst drehte er sich um und sah, wie sein Töchterchen und der Bursche ruhig dastanden, sich umarmt hielten, ein Liebesliedchen sangen und alle Kittel der Welt vergessen hatten. Das zerstreute seine Angst und gab ihm seine frühere Sorglosigkeit wieder.
„Hehe! Landsmann! Du verstehst dich aber aufs Küssen! Ich habe es erst drei Tage nach der Hochzeit gelernt, meine selige Chwesjka zu küssen, und auch das nur dank dem Gevatter: der hat’s mich als Brautführer gelehrt!“
Der Bursche merkte sofort, daß der Vater seiner Liebsten da stand, und begann in Gedanken Pläne zu schmieden, wie er ihn für sich gewinnen könne.
„Du bist sicher ein guter Mensch, du kennst mich zwar nicht, aber ich habe dich gleich erkannt!“
„Kann schon sein.“
„Wenn du willst, kann ich dir deinen Vor- und Zunamen nennen und dir auch alles andere sagen: du heißt Solopi Tscherewik!“
„Stimmt!“