Dabei griff er mit der Hand nach hinten — und siehe — er hatte den Teufel am Schwanze gepackt.
„Ei ei, du Schäker!“ rief der Teufel lachend, „jetzt aber laß los, genug der Schelmenstreiche!“
„Nein, warte mein Täubchen!“ schrie der Schmied. „Und was sagst du dazu?“ Dabei machte er das Zeichen des Kreuzes, und der Teufel wurde lammstill. „Warte mal!“ rief er und zerrte ihn am Schwanze zu Boden. „Ich will dich lehren, ehrliche Leute und anständige Christenmenschen in Sünden zu stürzen.“
Und der Schmied sprang rittlings auf ihn und hob die Hand empor, um das Zeichen des Kreuzes zu machen.
„Hab Erbarmen, Wakula!“ stöhnte der Teufel kläglich. „Ich tue ja alles, was du willst; nur verschone mich; lege mir nur nicht dies furchtbare Kreuz auf.“
„Jetzt singst du schon ein andres Lied, du gottverdammter Welschling du! Nun weiß ich, was ich zu tun habe. Führe mich sofort im Ritt auf und davon. Hörst du? eile dahin wie ein Vogel!“
„Wohin?“ rief der Teufel traurig.
„Nach Petersburg, geradewegs zu der Zarin!“ Aber da erstarrte der Schmied vor Schreck, denn er fühlte, wie er in die Lüfte emporgehoben wurde.
Noch lange stand Oxana da und dachte an die sonderbaren Reden des Schmieds. Schon regte sich etwas in ihrem Innern und raunte ihr zu, sie habe ihn zu hart behandelt. „Und wenn er sich wirklich etwas Schreckliches antut? Nichts ist unmöglich! Vielleicht verliebt er sich noch am Ende aus Kummer in eine andere und wird sie aus lauter Aerger für die Schönste im Dorfe erklären. Aber nein, er liebt mich. Ich bin ja auch so schön! Er wird mir keine andere vorziehen; er treibt nur Unsinn und tut nur so. Es werden noch keine zehn Minuten verstreichen, und er wird wiederkommen, um mich zu sehen. Ich bin wirklich zu hartherzig. Ich muß mich einmal scheinbar widerwillig von ihm küssen lassen. Das wird eine Freude für ihn sein!“ Und die leichtsinnige Schöne fing schon wieder an, mit ihren Freundinnen zu scherzen.