„Ganz ohne Ziel, wohin mich gerad die Füße tragen.“
„Hilf mir doch die Säcke forttragen, lieber Mensch, da hat jemand seine Weihnachtsgeschenke hergeschleppt und sie mitten auf der Straße hingeschmissen. Wir wollen das Gut redlich unter uns teilen.“
„Die Säcke? Und was ist drin? Kuchen oder Brot?“
„Ich glaube, es ist von allem etwas drin.“
Sie rissen schnell eine Latte vom Zaun, legten die Säcke darauf und trugen sie auf den Schultern fort.
„Wohin wollen wir sie tragen? Ins Wirtshaus?“ fragte der Weber unterwegs.
„Ich hab’s mir auch gedacht; aber die verdammte Jüdin wird uns am Ende nicht recht trauen, sie wird glauben, wir hätten sie gestohlen, und außerdem komme ich gerade aus dem Wirtshaus. Tragen wir den Sack zu mir. Niemand wird uns stören: meine Frau ist nicht zu Hause.“
„Ist sie auch sicher nicht zu Hause?“ fragte der vorsichtige Weber.
„Wir sind ja, Gott sei Dank, noch bei vollem Verstande,“ sagte der Gevatter, „nur der Teufel könnte mich dorthin bringen, wo sie jetzt ist. Ich glaube, sie wird sich bis morgen früh mit den Weibern herumtreiben.“
„Wer ist da?“ rief die Frau des Gevatters, als sie den Lärm hörte, den die beiden Freunde im Flur mit dem Sack machten, und öffnete die Tür.