„Und was dachtest du?“ rief Tschub schmunzelnd. „Was? habe ich euch einen Schabernack gespielt? Ihr wolltet mich wohl schon gar verspeisen, wie ein Stück Schweinefleisch? Wartet nur, ich will euch noch eine Freude bereiten: im Sacke liegt noch etwas, wenn das kein Eber ist, so ist’s sicher ein Ferkel oder irgendein anderes Vieh. Es hat fortwährend unter mir gezappelt.“

Der Weber und der Gevatter stürzten sich auf den Sack, die Hausfrau klammerte sich auf der anderen Seite an ihn und das Gefecht wäre wieder losgegangen, wenn nicht der Küster, der einsah, daß er sich nirgends mehr verbergen konnte, von selbst aus dem Sacke herausgekrochen wäre.

Die Frau des Gevatters wurde starr wie Stein und ließ den Fuß los, an dem sie den Küster bereits aus dem Sacke ziehen wollte.

„Also noch einer!“ rief der Weber in heller Angst. „Der Teufel mag wissen, was in der Welt los ist .... Der Kopf dreht sich mir im Kreise herum .... Weder Würste noch Brot, sondern lauter Menschen wirft man jetzt in die Säcke!“

„Das ist der Küster!“ rief Tschub, der noch mehr erstaunt war, als die anderen. „Da haben wir’s! Ei, ei, die Solocha! Die Menschen in einen Sack zu stecken .... Ich dachte mir gleich: warum ist nur die Stube voller Säcke .... Jetzt weiß ich alles: bei ihr saßen zwei Kerle in jedem Sacke. Und ich glaubte, daß sie mir allein .... Ei, ei! diese Solocha!“


Die Mädchen waren einigermaßen erstaunt, als sie den einen Sack nicht mehr fanden.

„Nun, da ist nichts zu machen, wir werden auch an dem anderen genug haben!“ meinte Oxana.

Alle ergriffen den Sack und wälzten ihn auf den Schlitten. Der Amtmann beschloß zu schweigen, denn er bedachte die Folgen, wenn er schrie, man solle den Sack aufbinden; die dummen Mädel würden auseinanderlaufen, würden glauben, im Sacke sitze der Teufel, und er müßte dann vielleicht bis morgen auf der Straße bleiben.

Indes flogen die Mädchen, Hand in Hand, wie der Sturmwind mit dem Schlitten über den knisternden Schnee. Einige von ihnen setzten sich mutwillig auf den Schlitten; und manche setzten sich sogar auf den Amtmann selbst. Der Amtmann aber war entschlossen, alles zu ertragen.