Die drei Bildungsbeflissenen klopften einmütig an das Tor und riefen: „Macht auf!“
Die Tür der einen Hütte knarrte, und einen Augenblick darauf sahen die Burschen ein altes Weib in einem Pelzrock vor sich.
„Wer ist da,“ rief sie, und hustete dumpf.
„Mütterchen, laß uns hier übernachten; wir haben uns verirrt, im Freien ist es ebenso schlimm wie in einem leeren Magen.“
„Was seid ihr für Volk?“
„Harmlose Leute: der Theologe Haljawa, der Philosoph Brut und der Rhetor Gorobetz.“
„Es geht nicht,“ knurrte die Alte, „mein Hof ist voll, jeder Winkel ist besetzt. Wo soll ich hin mit euch? Mit solchen großen, gesunden Burschen! Meine Hütte wird noch einstürzen, wenn ich solche Riesen in ihr unterbringe. Diese Theologen und Philosophen kenne ich: wenn man sich erst einmal mit solchen Trunkenbolden einläßt, ist man bald ohne Haus und Hof. Macht, daß ihr weiter kommt, hier ist kein Platz für euresgleichen!“
„Erbarme dich Mütterchen! Das geht doch nicht, daß ein Christenmensch so um nichts und wieder nichts umkommen soll. Steck uns, wohin du willst, wenn wir nur das Geringste anstellen — dann mögen uns die Hände verdorren, Gott weiß, was uns da passieren mag ... Hörst du?“
Wie es schien, ließ sich die Alte ein wenig erweichen. „Gut,“ sagte sie nach kurzem Bedenken, „ich will euch hereinlassen, aber ich werde jedem von euch einen anderen Ort anweisen; ich habe keine Ruhe, wenn ihr zusammen bleibt.“
„Wie du willst, wir fügen uns in alles,“ antworteten die Burschen. Die Pforte knarrte, und sie traten in den Hof.