„In Ordnung? Jawohl, das ist eine schöne Ordnung! Das ist ja der reinste Hexensabbat, daß man am liebsten seine Mütze nehmen und davonlaufen möchte, soweit einen die Füße tragen!“
„Wieso?“
„Ja Herr, Eure Tochter .... Wenn man sich’s ordentlich überlegt .... sie ist ja von vornehmer Abkunft, das wird niemand leugnen .... aber nehmt es mir nicht übel, Gott gebe ihrer Seele Ruhe ....“
„Was ist denn mit meiner Tochter?“
„Sie hat sich dem Teufel verschrieben. Es geschehen solche furchtbaren Dinge — da hilft kein Lesen und kein Beten ....“
„Lies nur, lies. Sie hat dich nicht umsonst hierher gerufen, sie war um ihr Seelenheil besorgt, das liebe Kind, und wollte alle Versuchungen durch Gebete zuschanden machen ...“
„Ich stehe in Ihrer Macht, Herr, aber bei Gott, ich kann nicht mehr!“
„Lies, lies nur weiter,“ fuhr der Hauptmann in dem gleichen mahnenden Tone fort, „es ist doch nur noch eine Nacht übrig geblieben, und du tust ein christliches Werk. Ich werde dich gut belohnen.“
„Und wenn die Belohnung noch so groß wäre, Herr! Nein, wie Ihr wollt, ich lese nicht mehr,“ sagte Choma entschlossen.
„Hör mal, Philosoph,“ sagte der Hauptmann, und seine Stimme wurde stark und drohend, „ich liebe solche Scherze nicht. So etwas magst du in deiner Bursa machen, aber nicht bei mir. Wenn ich dich durchprügeln lasse, dann sieht es etwas anders aus, als bei eurem Rektor — Weißt du, was ein guter lederner Riemen ist?“