Rastakówski. Nun, den Grafen Rumjanzoff-Sadunaiski, Pjotr Alexándrowitsch; der war ja mein früherer Chef.
Chlestakóff. Ach so, ja ... Sie haben also wohl lange gedient?
Rastakówski. Ich nahm bereits 1773 an der Belagerung von Silistria teil. Da ging es heiß zu. So dicht stand der Türke vor uns, gerade wie dieser Tisch. Ich war damals Sergeant, und Sekond-Major in unserem Regimente war — Sie kannten ihn gewiß — Pjotr Wassiljewitsch Gwosdjew.
Chlestakóff. Gwosdjew? was für ein Gwosdjew?
Rastakówski. Pjotr Wassiljewitsch. Er wurde später auf Allerhöchsten Befehl der verewigten Kaiserin zu den Dragonern versetzt.
Chlestakóff. Nein, mir unbekannt.
Rastakówski. Ich dachte mir gleich, daß Sie ihn nicht kennen, weil er schon vor mehr als dreißig Jahren gestorben ist. Hier ganz in der Nähe, zwanzig Werst von der Stadt, lebt seine Enkelin, verheiratet mit Iwán Wassiljewitsch Rogatka.
Chlestakóff. Mit Rogatka? Sehen Sie doch mal an! Das ist mir ganz neu.
Rastakówski. Freilich, mit Iwán Wassiljewitsch Rogatka. Der Türke also stand so dicht vor uns, wie dieser Tisch. Frost und Schneegestöber waren so stark, wie in dem Jahr, da die Franzosen auf Moskau losrückten. In unserem Regimente stand noch ein Sekond-Major namens Ficktel-Knabe, ein Deutscher. Er hieß Siegfried Iwánowitsch, aber der damalige General en chef taufte ihn einfach um: „Du bist kein Siegfried,“ sagte er, „sondern Suppe; darum sollst du Suppe Iwánowitsch heißen.“ Und seitdem wurde er nur noch Suppe Iwánowitsch genannt. Dieser Suppe Iwánowitsch also, nebst dem eben erwähnten Sekond-Major Gwosdjew sollten einmal eine Fouragierung vornehmen. Ihnen beigegeben waren ich und der Quartiermeister Trepakin, vielleicht haben Sie ihn gekannt, Awtonom Pawlowitsch; ich glaube, er ist auch schon bald fünfundzwanzig Jahre tot.
Chlestakóff. Trepakin? Nein, kenne ich nicht. Übrigens hätte ich eine Bitte an Sie ...