Chlestakóff (hält abwehrend die Hand darüber). Nu, nu, nu ... weg, Dummkopf! Solche Manieren kannst du bei deinen Leuten anbringen: ich bin von anderem Schlage! Mit mir rate ich’s dir nicht ... (Ißt.) Gott, o Gott, was für eine Suppe! (Ißt weiter.) Ich glaube, kein Mensch auf der ganzen Welt hat jemals solche Suppe gegessen; statt Fettaugen schwimmen Federn darauf rum. (Schneidet ein Huhn an.) Gräßlich, so was nennt sich Huhn! Gib den Braten! Hier ist etwas Suppe übrig geblieben, nimm dir’s, Ossip. (Zerschneidet den Braten.) Das soll Braten sein? Das ist kein Braten.

Kellner. Was denn sonst?

Chlestakóff. Der Teufel mag wissen was, aber Braten ist’s nicht. Eine geschmorte Axt vielleicht, aber kein Rindfleisch. (Ißt.) Gauner, Kanaillen, damit wollen Sie einen füttern? Die Kinnladen zerschindet man sich, wenn man nur einen Bissen kaut. (Stochert mit den Fingern in den Zähnen.) Schufte! Die reine Baumrinde — man kriegt’s gar nicht wieder heraus; nur die Zähne werden einem schwarz davon; Halunken! (Wischt sich mit der Serviette den Mund.) Und weiter gibt’s nichts?

Kellner. Nein.

Chlestakóff. Kanaillen! Spitzbuben! Nicht mal einen Löffel Sauce oder Pasteten. Gauner! Ziehen den Reisenden nur das Fell über die Ohren.

Kellner (räumt zusammen und trägt mit Ossip die Teller hinaus).

7. Szene

Chlestakóff. Dann Ossip.

Chlestakóff. Absolut, als wenn ich nichts gegessen hätte; der Appetit ist nur noch stärker. Hätt’ ich wenigstens einen lumpigen Dreier, um mir vom Markt eine Semmel holen lassen zu können.

Ossip (tritt herein). Draußen ist da so was wie ’n Polizeimeister angekommen, der sich nach Ihnen erkundigt.