Maria Alexandrowna. Durchaus nicht. Ich kenne weder einen Jermolay Iwanowitsch noch eine Silphida Petrowna.
Sobatschkin. Mein Gott, der in der Nähe von Kuropatkin wohnte!
Maria Alexandrowna. Ich kenne aber auch Ihren Kuropatkin nicht.
Sobatschkin. Nun, Sie werden sich später daran erinnern. Also die Tochter ist fürchterlich reich. Bis zu zweimalhunderttausend Rubel Mitgift — ohne jeden Schwindel! Noch vor der Hochzeit soll man den Lombardschein in den Händen haben ...
Maria Alexandrowna. Nun, und Sie? Und da haben Sie sie nicht geheiratet?
Sobatschkin. Nein! Drei Tage lang lag der Vater vor mir auf den Knien und flehte mich an. Die Tochter hat es nicht verwinden können und sitzt jetzt im Kloster.
Maria Alexandrowna. Und warum haben Sie sie nicht geheiratet?
Sobatschkin. Mein Gott ... Ich sagte mir: der Vater ist Branntweinpächter, und die Verwandtschaft — lauter hergelaufene Leute ... Glauben Sie mir, später hat es mir wahrhaftig selbst leid getan. Bei Gott, hol’s der Teufel! Wie diese Welt eingerichtet ist! Überall nichts wie Konventionen und Rücksichten! Wie viele hat das schon zugrunde gerichtet!
Maria Alexandrowna. Und warum müssen Sie sich nach der Welt richten? (Beiseite.) Wahrhaftig, jetzt glaubt jedes emporgekommene Insekt, daß es ein Aristokrat ist. Der Mensch ist erst Titularrat, — und man höre nur, wie er spricht!
Sobatschkin. Nun ja, aber es ging nun einmal nicht, Maria Alexandrowna, wirklich, es ging nicht ... Sie verstehen, da hätte man gesagt: „Aha, weiß der Teufel, wen er geheiratet hat ...“ Allerdings passieren mir fortwährend solche Geschichten. Manchmal habe ich wirklich keine Schuld, von meiner Seite ist durchaus nichts geschehen, aber was soll man machen? (Spricht leise vor sich hin.) Dann findet man, wenn die Newa aufgeht, immer zwei bis drei ertrunkene Frauen — ich schweige lieber davon, weil man sonst noch in allerlei Geschichten verwickelt wird ... Ja, man liebt mich — und warum, frage ich? Man kann doch nicht sagen, daß mein Gesicht so sehr ...