Anna Andréjewna. Dann schreiben Sie also auch? Wie wundervoll muß sich doch ein Schriftsteller fühlen! Sie veröffentlichen gewiß auch in Journalen?

Chlestakóff. O ja, auch in Journalen. Ich habe übrigens schon eine Menge Schriften verfaßt: Figaros Hochzeit, Robert der Teufel, Norma ... kaum daß ich die Namen alle noch behalten habe. Und alles wie aus dem Ärmel geschüttelt; ich wollte eigentlich gar nicht schreiben, aber die Theaterdirektoren setzen einem zu: „Liebster, Bester, schreib uns doch was!“ Ich überlege bei mir: „Na, wollen mal sehn.“ Und dann ist’s an einem einzigen Abend hingeworfen. Ich besitze eine geradezu spielende Phantasie. Alles, was unter dem Namen „Baron Brambeus“ ging: „Fregatte Hoffnung“ und „Moskauer Telegraph“ ... das war alles von mir.

Anna Andréjewna. Ach, also Sie waren Brambeus?

Chlestakóff. Freilich, ich korrigiere ihnen allen ja auch ihre Verse. Smírdin zahlt mir 40000 dafür.

Anna Andréjewna. Dann ist sicherlich auch der „Júrij Milosláwski“ von Ihnen?

Chlestakóff. Ganz gewiß.

Anna Andréjewna. Das hatte ich mir gleich gedacht!

Márja Antónowna. Aber Mama, auf dem Titel steht doch: „von Sagóskin“!

Anna Andréjewna. Wußte ich’s doch, daß du selbst hier streiten würdest!

Chlestakóff. Ah, richtig, es ist ja wahr, der ist von Sagóskin; aber es gibt noch einen andern Júrij Milosláwski, und der ist der meinige.