Hier aber konnte sie sich doch nicht mehr halten und lachte laut auf.
— Nein, du Schelmin! Der Böse selbst ist nicht schlauer als dieses Mädel! wiederholte der Küchenmeister mehrmals bei sich selbst und wünschte den Lehrer laut zum Teufel, alle Sympathie und Freundschaft vergessend, die zwischen ihnen bestand.
„Übrigens wäre ich damit einverstanden, daß mir die Karauschen samt den frischgesalzenen Eierschwämmen auf der Pfanne anbrennen, wenn du nur noch einmal so lachen wolltest, schönes Mädchen!“
Bei diesen Worten konnte der Küchenmeister sich nicht mehr beherrschen und umarmte sie.
„Nein, das habe ich nicht gerne!“ rief Katerina errötend, wobei sie eine zornige Miene machte. „Bei Gott, Onißko, wenn du noch einmal so etwas tust, so werfe ich dir ohne viel Umstände diesen Topf an den Kopf.“
Bei diesen Worten hellte sich ihr zorniges Gesichtchen ein wenig auf, und das Lächeln, das hierbei über ihr Antlitz huschte, schien deutlich sagen zu wollen: „aber ich wäre dessen nicht fähig!“
„Nein, nicht doch, nicht doch! Ich habe dich doch nicht mit dem Lastwagen gestreift. Als ob das ein Grund ist, so böse zu werden! Als ob das weiß Gott was für ein Verbrechen wäre, — ein hübsches Mädchen zu umarmen!“
„Sieh, Onißko, ich bin ja gar nicht böse,“ sagte sie, indem sie ein wenig von ihm abrückte und wieder ein fröhliches Gesicht machte; „übrigens schien es mir so, als hättest du den Lehrer erwähnt.“
Da aber machte der Küchenmeister ein recht kümmerliches Gesicht, das mindestens um ein paar Zoll länger wurde als gewöhnlich. „Der Lehrer ... Iwan Ossipowitsch soll das heißen ... Pfui Teufel noch einmal! Ich verschlucke die Worte, noch ehe sie meinem Munde entschlüpfen können, ganz als ob ich Gewürzbranntwein getrunken hätte. Der Lehrer ... Sieh mal, was ich dir sagen will, mein Herz! Iwan Ossipowitsch hat sich so in dich verknallt, daß ... nun ... wie sich’s halt nicht wiedergeben läßt. Er grämt und härmt sich ab wie die selige braune Stute, die der Herr dem Juden abgekauft hat und die einen Herzschlag bekam und krepierte. Was soll man da machen? Der arme Mensch tat mir leid, und da bin ich halt aufs Geratewohl hergekommen, um mich für ihn zu verwenden.“
„Da hast du einen schönen Auftrag übernommen,“ unterbrach ihn Katerina ein wenig ärgerlich. „Bist du etwa sein Brautwerber oder sein Verwandter? Ich würde dir doch raten, alle Landstreicher aus dem Dorfe in die Küche zu laden und selbst betteln zu gehen und vor den Fenstern um Almosen für sie zu bitten.“