Das vorliegende Werk hätte nie das Licht der Welt erblickt, wenn nicht besondere Umstände, die nur für den Verfasser von Bedeutung sind, die Veranlassung dazu gegeben hätten. Dies Werk ist eine Frucht seiner achtzehnjährigen Jugend. Wir haben nicht die Absicht, hier ein Urteil über die Vorzüge oder Mängel dieser Dichtung abzugeben — das überlassen wir dem Publikum — wir wollen nur bemerken, daß viele von den Bildern dieser Idylle leider verloren gegangen sind; sie haben wahrscheinlich das Band zwischen den nun unverbunden dastehenden Teilen gebildet und die Zeichnung des im Mittelpunkt stehenden Charakters vollendet. Wir rechnen es uns indessen zum Verdienst an, daß wir dem Publikum, soweit dies möglich war, Gelegenheit gaben, das Werk eines jungen Talentes kennen zu lernen.
Erstes Bild
Es tagt. Das Dorf taucht aus dem Dämmerdunst
Mit seinen Häusern, seinen Gärten. Alles liegt
In hellem Licht. Der Glockenturm erglänzt
Wie lauter Gold, und auf dem alten Zaun
Tanzt froh ein Sonnenstrahl. Die Silberflut
Gleicht einem Zauberspiegel, der getreu
Das Konterfei von Zaun und Gärtchen gibt.
Und nichts hält Ruhe in dem Silberspiegel.