„Besinn dich halt auf etwas Besseres!”

„Wir können das Räppchen doch auch nicht Riese Goliath nennen!” meinte August, und Gustav entgegnete:

„Auch Siegfried sollen wir's nicht nennen, da kann sie den großen S nicht machen und kommt wieder gelaufen!”

„Doch, ich weiß!” warf Trudel jetzt hin, „Riese Goliath heißen wir's!”

„Das sind ja zwei Namen, einer genügt!”

„Gut!” entschied Gustav, „nennen wir's Riese!”

Sie lachten schon wieder, aber Trudel griff den Namen herzhaft auf und rief ein übers andere Mal:

„Riese heißt es, Riesele, Riesele!”

„Riesele!” schrien die Buben, „Rieselein, der kleine Gernegroß!” und sie trieben ihre Reifen an und rasten mit dem Namen davon, die Wegspur hinunter. Trudel aber holte am Brunnen eine Handvoll Wasser, trug sie fürsorglich in den Stall, goß sie dem Gäulchen übern Kopf und sagte immerzu: „Riesele, Riesele!”

Alle Welt war mit dem Namen einverstanden, und das Füllchen Riesele ward der Freund und Genosse der ganzen Dorfjugend und die stille Freude aller Erwachsenen.