Dauphin scharrt mit dem linken Vorderfuß, der Lederriemen klatscht darauf: „Hab' ich wat jesagt, he? Willst wohl zeigen, daß du's jutmachen willst, Jünklink! Hast Angst vor Haue, wat?”

Aller Augen richten sich auf Dauphin, dem anscheinend kein gutes Stündlein bevorsteht. Ein Bursch zieht die Kappe, nimmt zwei Zigaretten heraus, gibt eine einer Dame und zündet beide an.

„Hast nisch ooch eene pour moi?” fragt der Direktor, und der Bursch holt eine dritte aus der Mütze und gibt Feuer. Schweißtropfen hängen in den Lederriemen des Direktorengesichts. Er tut ein paar Züge und wirft die Zigarette von sich, er faßt die kurze Peitsche und spuckt nochmals in die Hände ...

Da geschieht ein Wunder! Am Eingang erscheint eine Frau und trägt ein halbjähriges Kind auf den Armen.

„Ah! Aaah Aaah!” schreit alles, was da ist in dem Zelt, alles bewegt sich nach dem Kinde hin, und selbst der Direktor läßt die Peitsche sinken, streckt, indes er zu Mutter und Kind geht, die Hand nach dem Burschen, der ihm eine Zigarette gegeben, bekommt eine, zündet sie an und nimmt das Kind auf seinen garstig tätowierten Arm.

Trägt's in die Manege, sagt:

„Da guck, Jochem, was eine liebes Gäulchen!”

Und zu allen rundum sagt er:

„Dieser Dauphin gehört meinem Jochem!” worauf der Vater des Kleinen hinterher ruft:

„Ich halte Sie beim Wort, Direktor!”