Allein in Dauphins Geist strömte ein dämmerndes Gefühl, daß er sich nicht vor diesen Gecken zu schämen brauche: er, Dauphin, der voller Kunst stak und voller Wissenschaft und voller Weisheit, und der von einer Königin geküßt war!
Er nickte nach links und nach rechts und wußte schon den Weg ins Kasernentor, wo die vielen Kinder standen.
Einige spielten mit Pfennigen, einige hielten Kasernenbrot im Arm; alle aber kamen sie und lachten mit dem Gäulchen und streichelten es.
An der Küche wurde der halbe Ochse abgeladen. Köche mit aufgeschürzten Aermeln klatschten ihre roten, fleischigen Hände auf Dauphins Rücken, Hals und Stirn, und Dauphin schob den Kopf wagrecht vor, um diese Hände von sich abzuschütteln. Aber die Köche lachten und liebkosten um so mehr, weil sie meinten, das gefiele dem schwarzen Gäulchen.
„Heut raucht aber der Balthasar ein gutes Kraut!” sagte ein Koch.
„Das ist,” entgegnete ein anderer, „weil er ein neues Gäulchen hat!”
Große, offene Fässer, in denen eine zähflüssige Masse an die Wände klunkerte, wurden ausgeladen. Ein Koch griff in ein Faß, holte etwas heraus und hielt es Dauphin hin, daß er es fresse, aber Dauphin fraß es nicht, obgleich er Hunger hatte, und der Koch warf die Handvoll in die Gosse.
Dauphin mußte diese Fässer quer durch die ganze Stadt ziehen in eine Fabrik mit vielen hohen und niedrigen Schornsteinen, wo es fürchterlich stank. Balthasar begann in dem Gestank heftig zu niesen, nieste fünf- oder sechsmal und stieß dabei diese Laute von sich:
„E Zigga, e Zigga!”
Als sie wieder in der frischen Luft waren, sagte Balthasar etwas zu Dauphin, was diesen höchlich erfreute: