„Wenn es dir nich jenügt, kannste auch zwei losmachen!“
„Einer genügt mir völlig!“ Er gab ihm einen Schein aus der Westentasche.
„Du brauchst dich deiner Brieftasche nicht schämen, wenn sie auch en Loch hat!“ sagte der andere.
„Für fuffzig Mark aus meiner Brieftasche kaufst du dir nicht mehr als für fuffzig aus meiner Westentasche.“
„No is jut! Wo wohnste?“
„Im Barbarossa,“ sagte Wenk auf gut Glück.
„Kotznobel, aber wenn sie dir mal an die Hammelbeine wollen, da kommste nich durch, daß de’s weißt! Geh lieber in den ‚Schwarzen Stier‘. Da is man sich druff einjerichtet. Uffs Loslösen von die Jrünen! Spurlos, sag ich dir! Wie wechjeblasen, sag ich dir!“
Wenk flog am nächsten Morgen nach München zurück. Er fühlte sich reich. Die Reise, so hoch und von praller Kälte umstrudelt, gehoben von den raschen, glücklichen Erfolgen, stärkte sein Herz. Er zog an allen Leinen. Er hatte das ganze Geschirr in der Hand. Es lief auf ein großes Netz zu. Und er, der Fischer, war bereit und stark.
*
Eine Stunde, bevor Wenk hinter den blinden Fenstern des Eisenwarenlagers die Tür des „Schwarzen Stiers“ zu überwachen begann, flog folgendes Gespräch durch die Fernsprechdrähte von Konstanz nach München: „Hallo, holla, hier Doktor Dringer. Wer da?“