Jawohl, er sei da. Zimmer 115.

Als Mabuse in das Zimmer eintrat, ohne geklopft zu haben, war es leer. „Spoerri!“ rief er leise.

Da öffnete sich eine Schranktür, und Spoerri kam heraus.

„Wenk scheint in Konstanz zu sein. Georg hat es mir grade telephoniert. Aufpassen! Was macht die Carozza im Gefängnis?“

„Es wäre doch gut, wenn wir sie der Beseitigungskommission überwiesen! Ein toter Mund ist sicher!“

„Nein, habe ich gesagt. Ihr lebender ist mir sicherer als ihr toter,“ entgegnete Mabuse heftig.

„Ich habe auf alle Fälle Verbindungen mit einem Wärter begonnen.“

„Wozu?“

„Um sie herauszuholen, wenn sie leben bleiben soll!“

„Esel!“ rief Mabuse unterdrückt. „Ich sage: sie ist sicher, wo sie ist. Wenn man ihr mit den Eisenstäben der Gitter die Lippen aufbricht, redet sie nicht. Lassen Sie diese Dummheiten! Sie kommt heraus, wenn ich Europa verlasse, eher nicht! Ich kam, um Ihnen zu sagen, daß ich für Wenk noch einen Monat Zeit lasse. So lang, damit sicher gearbeitet werden kann. Merken Sie sich das Datum. Keinen Tag länger!“ Dann ging er wieder, fast ohne Gruß.