„Was wollten Sie tun?“
„Ihn mit dem Gaumen zerbeißen!“
„Weshalb?“
Doch ein Zittern brach über die Lippen des Mediums, teilte sich dem Körper mit, und Mabuse sagte: „Jede Minute länger ist Lebensgefahr. Ich muß die Sitzung beschließen!“
Er legte das Mädchen auf ein Sofa. Mit beruhigenden Bewegungen erlöste er es, wusch ihm das Gesicht mit Wein, und als es zu sich gekommen war, wurde es zu Bett geführt.
Die Unterhaltung stürzte nun über Mabuse. Man fragte, riet, was es sagen gewollt hatte.
„Das ist ein Märchen gewesen,“ sagte Told, „ein Märchen vor dem Tor des Lebens! Sie sind ein Genie, Herr Doktor. Was wollte es aber sagen, das es so zittern gemacht hat?“
Eine Dame schob sich heran und fragte. Aber Mabuses Augen suchten die Gräfin. Sie trat heran. Auch sie fragte.
Da sagte Mabuse: „Sie wollte sagen: Weil ich ihr Blut so gehaßt habe!“
Die Gräfin erschrak. Die andern schwiegen, peinlich betroffen. Die Gräfin lehnte sich auf und sagte hart: „Ein Kind kann nicht hassen!“