Ich gehe zu Dr. Wenk ... ja, ich gehe zu Dr. Wenk ... Und dann rief er laut ins Zimmer hinein, gepeitscht von tausend Unsichtbarkeiten, gestäupt von zehntausend Ängsten:

„Sonst muß ich mich aufhängen! Ich muß es einem Menschen sagen, einem Menschen! ...“

Er stürzte zum Fernsprecher. Er rief die aufgeschriebene Nummer an. „Hier Staatsanwalt Wenk!“ rief eine fremde, ferne Stimme, so daß Told zu erzittern begann.

Aber er raffte alle Energie und Selbstverleugnung zusammen und antwortete: „Kann ich jetzt gleich mit Ihnen sprechen?“

Ihm war in furchtbarer Not, als schmölzen vor dem Fieber seines Verlangens die übermittelnden Drähte und es könne keine Antwort durch sie kommen. Er atmete auf, als er dann hörte: „Mit Vergnügen! Ich erwarte Sie!“

„Fritz!“ schrie er hinaus. „Richten Sie mir das kleine Auto!“

Und er fuhr zurück nach München.

Wenk glaubte, er käme im Namen der Gräfin und es sei im Gefängnis etwas geschehen, was seine Beziehungen zu ihr durchschnitte.

„Herr Graf ... ich vermute, es war ein gefährliches Experiment! Die Frau Gräfin ...“

„Nein, nein,“ rief Told dagegen, „ich, ich ... Meinetwegen komme ich. Mir ist etwas geschehen!“